ProduktübersichtDas AC-Serien-Resonanzprüfsystem UHV(H) mit einstellbarer Induktivität wurde für die Vor-Ort-Kalibrierung und die Spannungsfestigkeitsprüfung von kapazitiven Spannungswandlern (CVT) und elektromagnetischen Transformatoren bis 500 kV entwickelt. Das System umfasst Netzquelle, Erregertransformator und Hochspannungsreaktor und ermöglicht Feldabstimmung bei 50 Hz.
GrundprinzipDie Netzfrequenzresonanz kann in Reihen‑ oder Parallelform betrieben werden. Durch Kompensation der Blindleistung lässt sich die benötigte Eingangs‑Scheinleistung nach vollständiger Kompensation auf 1/Q oder weniger der Prüf‑Ausgangsleistung reduzieren, wodurch hohe Prüfspannungen mit begrenzter Eingangsleistung erzeugt werden können.
Technische Parameter- Nennleistung: 80 kVA
- Nennspannung: 160 kV
- Einstellbarer Induktivitätsbereich: 65–130 H
- Nennfrequenz: 50 Hz
- Nennstrom: 0,5 A
- Einstellbarer Spaltbereich: 0–300 mm
Hauptfunktionen- Spannungsanhebung: Reihenresonanz wandelt Niederspannungseingang in Hochspannungsausgang für Prüfzwecke.
- Ausgangsstabilisierung: Resonanzabstimmung ermöglicht geregelte Spannung im geforderten Bereich.
- Schutzfunktionen: Überspannungs-, Überstrom‑ und Kurzschlussschutz zur Fehlerisolation.
- Feldanpassung: Einstellung von Induktivität und Spalt für unterschiedliche CVT‑ und Einsatzbedingungen.
- Breite Anwendbarkeit: Geeignet für Netzfrequenzprüfungen an Stromsystemen, Transformatoren und Leistungselektronik.
Anwendungszenarien- Abnahmeprüfungen neuer Kabelstrecken zur Überprüfung der Isolation nach Verlegung.
- Erweiterung oder Modernisierung von Umspannwerken: Spannungsfestigkeitsprüfungen an GIS, Schaltern und Transformatoren.
- Präventive Prüfungen während Kraftwerksrevisionen an Statorwicklungen.
- Feldprüfungen langer Sammelleitungen bei Bahn‑ und Windprojekten.
Vorteile- Effiziente Erzeugung hoher Spannungen bei begrenzter Eingangsleistung.
- Vereinfachte mechanische Konstruktion mit geringerem Wartungsaufwand im Feld.
- Schnelle Abstimmung und stabile Ausgangswerte für zuverlässige Kalibrierarbeiten.
Beschränkungen- Erfordert präzise Steuerung von Frequenz und Eingangsamplitude wegen Resonanzsensitivität.
- Hochspannungskomponenten müssen strenge dielektrische Anforderungen erfüllen, um sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Häufige Fragen- F: Was ist Serienresonanz und welchen Nutzen hat sie? A: Serienresonanz tritt auf, wenn Induktivität und Kapazität sich ausgleichen, wodurch die Impedanz minimal wird und mit geringerer Kapazität höhere Prüfspannungen möglich sind.
- F: Ist Serienresonanz sicher einsetzbar? A: Es handelt sich um ein technisches Verfahren mit Vor‑ und Nachteilen; korrekte Abstimmung und Schutzvorrichtungen sind erforderlich, um Schäden an Geräten oder Netz zu vermeiden.
- F: Wie lässt sich schädliche Resonanz vermeiden? A: Durch Änderung der Schaltungsparameter (L, C, Frequenz) oder Hinzufügen von Dämpfungselementen; Schutzrelais und kontrollierte Hochfahrvorgänge einsetzen.
- F: Serien‑ vs Parallelresonanz? A: Bei Serienresonanz ist die Impedanz minimal und der Strom maximal; bei Parallelresonanz ist die Impedanz maximal und der Strom minimal, daher unterschiedliche Anwendungen.
Dokumentation- Betriebsanleitung, Anschlusspläne und Kalibrierzertifikat auf Anfrage (PDF).