Polyacrylamid (IUPAC Poly(2-propenamid) oder Poly(1-carbamoylethylen), abgekürzt PAM) ist ein Polymer (-CH2CHCONH2-), das aus Acrylamid-Untereinheiten gebildet wird. Es kann als einfache lineare Kettenstruktur synthetisiert oder vernetzt werden, in der Regel mit N,N'-Methylenbisacrylamid. In der vernetzten Form ist die Möglichkeit des Vorhandenseins des Monomers noch weiter reduziert. Es ist stark wasserabsorbierend und bildet ein weiches Gel, wenn es hydratisiert ist. Es wird in Anwendungen wie der Polyacrylamid-Gelelektrophorese und bei der Herstellung von weichen Kontaktlinsen verwendet. In der geradkettigen Form wird es auch als Verdickungsmittel und Suspensionsmittel verwendet. In jüngerer Zeit wurde es als subdermaler Füller für die ästhetische Gesichtschirurgie verwendet (siehe Aquamid).
Es wird als Flockungsmittel in der Wasseraufbereitungsindustrie verwendet. Außerdem wird es bei Erdölbohrungen zur Entfernung von nicht dispergierendem Schlamm mit geringer Feststoffphase verwendet.
Es kann als Absetzmittel in der Zuckerindustrie verwendet werden (Zucker-Co-Agent); Filmbildner.
Es kann als Bodenverbesserer, Flockungsmittel und zur Verstärkung von Textil- und Papierschlichten verwendet werden.
Es kann im Kohlefeld, Ölfeld und als Flockungsmittel verwendet werden.
Es kann als effizientes Flockungsmittel für neutrale und alkalische Medien verwendet werden und kann als Bohrschlammzusatz verwendet werden.
Es kann auch als Ölfeldschlammzusatz, Abwasserbehandlungsmittel und zur Schlichtung von Textilien und zur Papierverstärkung verwendet werden.
PAM ist ein wichtiges wasserlösliches Polymer und hat außerdem verschiedene Eigenschaften wie Flockung, Verdickung, Spaltfestigkeit, Reduktionswiderstand und Dispersionseigenschaften. Diese Eigenschaften sind je nach dem Unterschied der abgeleiteten Ionen unterschiedlich.
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