Das kompakte Korrosionsprüfgerät für Salzsprüh und Kondenswassertests, Modell 606-Basic, aus schlagzähem, umweltfreundlichen PP-Material, besteht aus einer Prüfkammer in rechteckiger Bauweise mit wahlweise 400 l, 1000 l oder 2000 l Rauminhalt, einer integrierten Steuereinheit mit den Regel- und Kontrollinstrumenten sowie einem externen Vorratsbehälter für die Sprühlösung. Der externe Vorratsbehälter für ca. 200 l Sprühlösung garantiert einen nachfüllfreien Prüfbetrieb über einen Zeitraum bis zu einer Woche. Die Prüfkammerkuppel lässt sich manuell öffnen. Zum Lieferumfang gehören jeweils drei Probenhalter für Wetterbleche.
Eine Dosierpumpe dient zur stufenlos vorwählbaren, optimalen Einstellung der zu versprühenden Lösung.
Zum Prüfen geringen Mengen oder kleiner Prüflinge steht dem Anwender ein Korrosionsprüfgerät in modularer Bauweise (Schrankgerät) mit 300 l Prüfrauminhalt zur Verfügung. Die großdimensionierte, transparente Tür erleichtert das Einbringen der Prüflinge. Diese können z.B. frei an den mitgelieferten Probenträgerstangen aufgehängt werden und über einen bestimmten Zeitraum aggressiven Salznebel ausgesetzt werden. Die integrierte Steuereinheit mit Vorratsbehälter (ca. 125 l) befindet sich im Unterschrank.
Zweck und Anwendung
Eisen- und Nichteisen-Metalle sind stets der aggressiven Einwirkung von Feuchtigkeit, Säuren, Laugen, Gasen usw. ausgesetzt. Die Wahl des richtigen Oberflächenschutzes ist daher von entscheidender Bedeutung. Der Markt bietet viele unterschiedliche Materialien und Qualitäten an, deren Eigenschaften nicht über den (wohlbekannten) Daumen zu bestimmen sind. Deshalb ist die Eignungsprüfung des korrosionsgeschützten Materials der beste Schutz gegen unliebsame Überraschungen. Des weiteren ist natürlich auch die vergleichende Qualitätskontrolle während der Produktion von zunehmender Bedeutung. Die bekanntesten Verfahren sind Sprühnebelprüfungen mit verschiedenen Natrium-Chlorid-Lösungen sowie die Beanspruchung in Schwitzwasserklimaten.
Prinzip der Prüfung
In Übereinstimmung mit den nachstehend aufgeführten Normen und Spezifikationen werden aggressive Lösungen vernebelt. Diese Nebel umgeben in einer beheizten Prüfkammer die eingebrachten Proben kontinuierlich oder zyklisch. Die Korrosionsbeständigkeit der einzelnen Probenqualitäten wird durch den Zeitunterschied ermittelt, der zwischen dem ersten Auftreten von Korrosionsspuren an den verschiedenen Proben liegt.