Die Heißschmelzextrusion von Arzneimitteln ist ein bewährtes Herstellungsverfahren, das die Ziele der FDA Process Analytical Technology (PAT) für die Entwicklung, Analyse und Kontrolle von Herstellungsprozessprogrammen erfüllt.
Mit dieser Technologie lassen sich Granulate, Pellets, Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung, Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung und Pellicle herstellen. Zahlreiche Arzneimittel, die mittels Schmelzextrusion hergestellt werden, sind bereits für den internationalen Markt zugelassen.
Funktionsprinzip
Die Heißschmelzextrusion ist eine pharmazeutische Technologie, bei der Wirkstoffe, Polymere und andere Hilfsstoffe im geschmolzenen Zustand vermischt und anschließend unter einem bestimmten Druck, mit einer bestimmten Geschwindigkeit und in einer bestimmten Form extrudiert werden, um Produkte zu erzeugen.
Nachdem die pulverförmigen Rohstoffe und Hilfsstoffe vollständig vermischt wurden, werden sie gleichmäßig über das Zuführsystem zum Einfüllstutzen transportiert. Anschließend werden Wirkstoff und Trägerstoff mittels der Doppelschnecke gleichmäßig in den temperierten Zylinder befördert. Der Zylinder ist mit Gewindeelementen ausgestattet, die vom Einfüllstutzen bis zum Düsenkopf nacheinander verschiedene Verfahrensschritte durchführen. Das Material wird durch die Förderwirkung der Gewindeelemente vorwärts transportiert und schmilzt oder erweicht im Schmelzbereich. Die Schmelze wird durch die Mischelemente homogenisiert und schließlich mit definiertem Druck, definierter Geschwindigkeit und Form aus der Düse extrudiert.