Verlauf- und Ablaufprüfrakel zur Prüfung von Nassfilmen für die Bestimmung der Ablauf- und Verlaufneigung von Beschichtungen. Parallele Nassfilmstreifen werden mit einem speziellen, aus rostfreiem Stahl gefertigten Filmziehrahmen auf ein Substrat aufgebracht; die Ablaufneigung wird an senkrecht gestellten Proben und die Verlaufneigung an waagrecht liegenden Proben bestimmt; das Probenfeld wird nach Aushärtung der Beschichtung visuell begutachtet.
Ablaufprüfung nach DIN 55 677Es werden Nassfilmstreifen (vorzugsweise auf einem standardisierten Stahlprüfblech) aufgezogen. Nach dem Auftrag wird das Prüffeld senkrecht gestellt (die Streifen verlaufen quer über das Feld, die dünnste Bahn oben) und die Beschichtung zum Trocknen belassen. Mit einem Dickenmessgerät wird die Dicke der dicksten Schicht ermittelt, bei der aufgrund von Ablaufen keine Veränderung erkennbar ist; diese Dicke gilt als Ablaufindex für die Ablauf-Eigenschaften.
Verlaufprüfung nach ASTM D 2801Die Nassfilmstreifen werden mit der Verlauf-Ziehklinge auf ein verabredetes Substrat appliziert. Nach dem Aushärten in horizontaler Lage wird die Anzahl der Doppelstreifen, die zusammengelaufen sind, bestimmt.
Ablaufprüfung nach ASTM D 4400Methode A: Die Nassfilmstreifen werden auf eine schwarz-weiße Kontrastkarte 2) mit der Ablauf-Ziehklinge des Applikators (Ziehgeschwindigkeit ca. 150 mm/s) aufgebracht. Unmittelbar nach der Applikation wird die Karte senkrecht aufgestellt, so dass die Filmstreifen horizontal (dünnste Schicht oben) angeordnet sind. Nach dem Aushärten ermittelt man diejenige Schicht, die gerade noch nicht in die darunter angeordnete hineingelaufen ist. Weitere Auswertungsdetails sind in ASTM D 4400, Procedure A, beschrieben.
Methode B: Die Nassfilmstreifen werden wie bei der Methode A auf eine Kontrastkarte 2) aufgezogen. Vor der Applikation werden jedoch mit einem Filzschreiber zwei Markierungsstriche quer zur Ziehrichtung auf den Karton aufgebracht. 15 Sekunden nach der Applikation wird die Probe senkrecht aufgestellt, so dass die Filmstreifen vertikal und die Referenzmarkierungen horizontal angeordnet sind. Nach dem Aushärten wird diejenige Schicht ermittelt, bei der gerade eine Verschiebung der Markierung relativ zur ursprünglichen Referenzlinie erkennbar ist. Eine ausführliche Beschreibung findet man im ASTM D 4400, Procedure B.
Normen- DIN 55 677
- ASTM D 2801
- ASTM D 4400
Charakteristiken / technische Spezifikationen- Breite: 115 mm
- Anzuwendende Norm: DIN 55 677 / ASTM D 2801 / ASTM D 4400