Einschläge von erdnahen Objekten (NEOs), wie Meteoroiden, Asteroiden oder Kometen, können eine Bedrohung für die Erde, künstliche Satelliten und Raumfahrzeuge darstellen. Daher ist es wichtig, ihre Größe zu bestimmen und zu ermitteln, wie zahlreich sie sind. Eine Technik zur Untersuchung der Größen-Häufigkeits-Verteilung von NEOs ist die sogenannte Lunar Monitoring Method. Diese Methode basiert auf der Beobachtung und Entdeckung schwacher Lichtblitze auf der Mondoberfläche, die durch Einschläge von NEOs verursacht werden.
Kürzlich meldete das von der ESA finanzierte Mondüberwachungsprojekt "NELIOTA"(1) (NEO Lunar Impacts and Optical TrAnsients), das mit zwei Zyla 5.5 sCMOS-Kameras von Andor, einem Unternehmen von Oxford Instruments, ausgestattet ist, die erfolgreiche Entdeckung von 31 NEO-Einschlagsblitzen im ersten Jahr der Projektbeobachtung(2). Bis heute ist die Zahl der entdeckten NEO-Einschläge auf 55 gestiegen. Die Beobachtungskampagne, die nun bis Januar 2021 verlängert wird, wird seit Februar 2017 mit dem kürzlich aktualisierten und bodengestützten 1,2-Meter-Kryoneri-Teleskop des Nationalen Observatoriums von Athen (NOA) durchgeführt.
NELIOTA ist das erste Projekt, bei dem ein Teleskop der 1-Meter-Klasse für Mondbeobachtungen eingesetzt wird, das in der Lage ist, Einschlagblitze zu erkennen, die etwa 2 Größenordnungen schwächer sind als andere Beobachtungsteleskope mit kleinerer Öffnung. Darüber hinaus bietet das Zwillingskamerasystem des Teleskops, der so genannte "Lunar Imager", gleichzeitige Beobachtungen der Mondoberfläche in zwei optischen photometrischen Bändern, die es den Forschern ermöglichen, die Temperatur jedes Einschlagblitzes zu bestimmen(3). Darüber hinaus ist NELIOTA eines der ersten Astronomieprojekte, das sCMOS-Detektoren für seine Beobachtungen einsetzt.
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