Bei einem Sinus-Cosinus Encoder handelt es sich um Inkrementale Drehgeber mit einer speziellen Art von Codescheiben und optoelektronischer Auswertung, die einen Ausgang mit Sinus- und Cosinus Signalen liefert. Sinus-Cosinus Encoder sind Sensoren zur Messung von Positionsänderungen (linear oder rotierend), die Abstand, Winkel und auch Richtung messen können. Diese Sensoren werden als Rückmeldesysteme zum Beispiel in Servoantrieben, in der Robotik und in der Automation eingesetzt. Sinus-Cosinus Encoder ermitteln aber keine absolute Position.
Weil Sinus-Cosinus Encoder den Inkrementalgebern sehr ähnlich sind ist es hilfreich, die Informationen zu Inkrementalgebern vorab zu überprüfen. Der Unterschied zwischen Inkrementalgebern und Sinusgebern besteht darin, dass die A- und B-Datenkanäle als 1-Volt-Spitze-zu-Spitze-Sinuswellen anstelle des digitalen Impulsformats an die Steuerung oder den Kontroller gesendet werden. Gängige Ausgangssignalpegel sind TTL, HTL (beides digitale Signale) sowie 1 Vss und 12 μA (analoge Signale).
Durch eine nachgeschaltete Signalkonditionierung werden die Sinus-Cosinus Signale aufbereitet.
Die stabile Sinus- und Cosinus-Form der Signale ermöglicht eine interne Interpolation mit entsprechenden Komponenten, was die Präzision und Auflösung weiter erhöht.