ProduktübersichtHubsäulen ermöglichen ein schnelles An- und Abdocken eines Vakuumförderers an eine Maschine oder einen Behälter. Sie vereinfachen Reinigung und Wartung, beschleunigen Produktwechsel und entkoppeln den Förderer mechanisch von der Maschine, um Last- und Vibrationsübertragungen zu vermeiden. Mobile Ausführungen auf Rollen ermöglichen den Einsatz desselben Vakuumförderers an mehreren Prozesslinien und Abgabestellen.
Anwendungen und typische Einsätze- Befüllung von Behältern unterschiedlicher Größe (vertikale Position an die Behälterhöhe anpassen)
- Beschickung und Befüllung von Mischern und anderen Prozessmaschinen
- Ergonomische Reinigung und Wartung (Förderer auf Arbeitshöhe absenken)
- Freier Zugang zu Maschinen während Reinigung oder Wartung
- Entkopplung von Massen und Vibrationen von nachgeschalteten Maschinen
- Flexibler Einsatz eines Vakuumförderers an mehreren Standorten (mobile Säulen)
- Verschieben des Förderers in einen Wascherbereich zur Reinigung
Stationäre und mobile HubsäulenStationäre Hubsäulen werden dauerhaft am Boden montiert; bei hohen Säulen oder schweren Auslegern ist zusätzlich eine Deckenbefestigung möglich. Sie benötigen wenig Grundfläche, erlauben große Hubhöhen und lange Ausleger und bieten präzises Positionieren. Die Säule oder der Ausleger kann eine Schwenkfunktion erhalten (Drehen der gesamten Säule um die Vertikalachse oder Schwenkgelenk am Ausleger).
Mobile Hubsäulen erlauben den Einsatz eines Vakuumförderers an mehreren Abgabestellen; sie werden im Produktionsbereich verfahren und am Einsatzort positioniert. Im Vergleich zu stationären Säulen benötigen sie mehr Rangierfläche. Typische mobile Ausführungen sind ein U-förmiges Fahrgestell (Abgabepunkt muss innerhalb der U-Form liegen oder die Vorderrollen werden unter den Abgabepunkt geführt) oder ein Fahrwagen mit verlängertem Hinterchassis zur Erhöhung der Stabilität.
Antriebsvarianten für die HöhenverstellungWir bieten drei Antriebsarten für die Höhenverstellung von auf Hubsäulen montierten Vakuumförderern an:
- Manueller Antrieb: Handkurbel betätigt Getriebe und Zahnstange. Kostengünstig und geeignet für gelegentlichen Einsatz; geringer Kraftaufwand bei leichten Förderern.
- Pneumatischer Antrieb: Druckluftzylinder in der Säule integriert. Besonders geeignet für den Einsatz in staubexplosionsgefährdeten Bereichen (für Ex-Anforderungen einsetzbar).
- Elektrischer Antrieb: Hohe Positioniergenauigkeit, geeignet für große Hubhöhen und höhere Lasten; empfehlenswert bei häufig wechselnden Einfüllhöhen.
SchwenkbewegungSchwenkoptionen umfassen das Drehen der gesamten stationären Säule um ihre Vertikalachse (manuelle Drehung mit Arretierpositionen) oder die Ausrüstung des Auslegers/Forks mit einem Schwenkgelenk für horizontale Schwenkbewegungen. Sowohl mobile als auch stationäre Säulen können mit einem schwenkbaren Auslegergelenk ausgestattet werden.
Betrieb in Ex-Bereichen (ATEX / Explosionsschutz)Hubsäulen können für den Betrieb in staubexplosionsgefährdeten Atmosphären ausgeführt werden. Viele Ausführungen werden in Staub-Ex-Zone 22 betrieben; Volkmann VS- und PPC-Vakuumförderer verfügen in Kombination umschriebener Konfigurationen über Typenprüfungen für Aufstellung und Betrieb in den Zonen 1, 2, 21 und 22.
AndocksystemeDie Verbindungen zwischen Vakuumförderer und nachfolgender Maschine oder Behälter können manuell oder automatisch erfolgen. Andocksysteme (z. B. VIAS-Andockventil oder aseptische Transferventile für pharmazeutische Anwendungen) ermöglichen automatisches Andocken/Abdocken und aseptischen Transfer, wo erforderlich.
Schnellwechselkonsole für den VakuumfördererEine optionale Schnellwechselkonsole ermöglicht das werkzeugfreie Einsetzen und Abnehmen eines Volkmann-Vakuumförderers aus der Gabelaufnahme: Der Förderer wird mit Führungspins in das Aufnahmesteck geführt, mit Verriegelungsbolzen gesichert und anschließend Medienanschlüsse (Förderleitung, pneumatische Kupplungen) sowie Erdung über Klemmen- und Steckverbindungen wieder angeschlossen.
Anschlüsse und MedienversorgungFörderleitung, Druckluftversorgung, elektrische Anschlüsse und weitere Leitungen werden durch den Ausleger zum Vakuumförderer geführt. Bei mobilen Hubsäulen können pneumatische und elektrische Verbindungen als Steckverbindungen ausgeführt werden; kundenspezifische Anschlüsse sind möglich.
Werkstoffe und OberflächenStandardwerkstoff: Edelstahl AISI 304. Standardoberfläche: gestrahlt Rae < 1,5 µm. Optional geschliffene Oberfläche: Rae < 0,8 µm auf Anfrage.
AutomatisierungElektrische und pneumatische Antriebsvarianten sind für die Automatisierung geeignet. Optionale Schnittstellen ermöglichen den Datenaustausch mit anderen Steuerungen oder übergeordneten Systemen (z. B. OPC UA).
SpeziallösungenMaßgeschneiderte Hubsäulenlösungen sind möglich (Beispiele: Integration von Metalldetektoren, aseptischen Transferlösungen, HEPA-Zwischenfiltern, WIP-Funktionen oder Verlagerung von Filtern und Vakuumpumpen zur Reduktion der Gesamthöhe bei niedrigen Raumhöhen).
Technische Daten- Werkstoff: Edelstahl AISI 304 (Standard)
- Oberflächen: gestrahlt (Rae < 1,5 µm) Standard; optional geschliffen (Rae < 0,8 µm)
- Antriebsarten: manuell (Handkurbel), pneumatisch (Druckluftzylinder), elektrisch (motorgestützt)
- Schwenkbewegung: möglich (Rotation der Säule oder schwenkbarer Ausleger)
- ATEX: Einsatz möglich; viele Ausführungen für Staub-Ex-Zone 22; Volkmann VS/PPC geeignet für Zonen 1, 2, 21, 22
- Filteroptionen: WIP-Vorrichtungen, zweite Filterstufe (HEPA) möglich
- Low-ceiling-Option: Filtersegment und Vakuumpumpe separierbar zur Reduktion der Bauhöhe
- Schnittstellen: steckbare Anschlüsse für mobile Ausführungen; optionale Automatisierungsschnittstellen (z. B. OPC UA)