ÜbersichtDer M07‑Druckwechselprüfstand von Poppe + Potthoff ist ein modulares Prüfsystem zur Validierung flüssigkeitsgekühlter Komponenten unter realistischen Temperatur‑ und Druckbedingungen. Einsatzbereiche sind u. a. E‑Mobility, Automotive und Elektronik, wo dynamische Druckzyklen und Temperaturprofile erforderlich sind.
PrüfmediumTypisches Prüfmedium: Glykol/Wasser‑Gemisch (z. B. 50 % Ethylenglykol / 50 % Wasser). Tests sind ebenfalls mit Wasser, Hydrauliköl oder kundenspezifischen Medien möglich. Durchfluss und Medium sind an die geprüften Bauteile anpassbar.
Prüfablauf (Beispielnorm: M‑07)- Referenzierte Normen: M‑07 (Beispiel), GS 95024‑3‑1 M‑07, MBN 10306 M‑07, VW80000 M‑07, GMW14193 und ähnliche OEM‑Vorgaben.
- Ziel: Bauteile unter wechselnden Druckbelastungen mit Medium und dynamischen Umgebungs‑/Medientemperaturen prüfen, mechanische Festigkeit und Dichtheit bei Druckschwankungen verifizieren.
- Unterdruckbedingungen: Füll‑/Entleersequenzen zur Replikation subatmosphärischer Zustände; Unterdruckprüfungen mit Gas/Luft oder Flüssigkeit möglich.
Prüfablauf — M‑07 Teile- Teil 1 — Druckpulsation (Druckwechsel): pmin = 0,5 (−0,1) bar abs; pmax = 2,0 (+0,1) bar abs; Frequenz ≈ 25–35 Zyklen/min; typische Zyklen = 100.000 (konfigurierbar).
- Teil 2 — Überdruck: Prüfpressure ≈ 4,0 (+0,1) bar abs; Dauer = 1 h mit Temperaturvariation.
- Teil 3 — Unterdruck: Prüfpressure ≈ −0,01 bar abs; Dauer = 30 min. Üblicherweise mit Gas/Luft; Alternative: glykolhaltige Lösung bei 0,5–1 bar zur Simulation subatmosphärischer Bedingungen.
Fähigkeiten der Prüfstände- Durchführung von Druckwechselprüfungen, Über‑ und Unterdruckprüfungen mit frei parametrierbaren Druckkurven.
- Dynamische Regelung von Medien‑ und Umgebungstemperatur, synchronisierte Temperaturprofile während der Zyklen.
- Langzeitprüfungen: von Stunden bis zu mehreren Wochen/Monaten je nach Zyklenanzahl.
- Unterdruckprüfungen mit Gas oder Flüssigkeit; Durchflussregelung typ. 20–60 l/min (konfigurierbar).
- Prüfdatenerfassung und Rezeptverwaltung via LabVIEW/PLC; Integration mit Klimakammer und Shaker möglich.
Anwendungsbeispiele / typische Bauteile- Kühlkreisläufe für Batterien, Batteriegehäuse und thermische Management‑Baugruppen.
- Kühlplatten für Leistungselektronik, HV‑Kühlmittelheizer, PTC‑Heizer und ähnliche Komponenten.
- Leitungen, Fittings, Ventile und Verbinder für Kühlmittelsysteme in elektrischen Antrieben und Elektronik.
Normen & Referenzen- M‑07‑Familie (Beispiel)
- GS 95024‑3‑1 M‑07
- VW80000 M‑07, MBN 10306 M‑07, GMW14193
Technische Daten (Zusammenfassung)- Typischer Druckbereich (M07 Kühlkreislauf‑Konfiguration): 0–4,5 bar abs (parametrierbar; M07 Beispiel 0,5–4,5 bar).
- Druckpulsation: pmin = 0,5 (−0,1) bar; pmax = 2,0 (+0,1) bar; Frequenz = 25–35 Zyklen/min; typische Zyklen 100.000–200.000 (konfigurierbar).
- Überdruck: ≈ 4,0–4,5 bar abs (1 h).
- Unterdruck: ≈ −0,01 bar abs (30 min) oder subatmosphärische Simulation mit Flüssigkeit.
- Typischer Kühlmitteldurchfluss: 20–60 l/min (konfigurierbar).
- Temperaturbereich: z. B. −40 °C bis +90 °C (erweiterbar je nach Ausstattung).
- Medien: Wasser, Glykol/Wasser, Hydrauliköle oder kundenspezifische Medien.
- Steuerung & Daten: LabVIEW‑Frontend, Rezeptverwaltung, PLC‑Integration (z. B. Siemens S7).