Gegenläufige Doppelschneckenextruder zeichnen sich durch ihren Verdrängungsfördermechanismus, ihre außergewöhnlichen Selbstreinigungsfähigkeiten, steuerbare Scher- und Temperaturprofile sowie eine hohe Druckerzeugung aus. Diese Technologie nimmt eine unersetzliche Stellung bei der Verarbeitung wärmeempfindlicher Materialien (insbesondere PVC), beim Hochdruck-Extrusionsformen sowie bei der Verarbeitung von Formulierungen mit hohem Füllstoffanteil oder solchen, die häufige Materialwechsel erfordern, ein.
Funktionsprinzip
Der Zylinder besteht aus mehreren geteilten Zylindereinheiten mit offenen und geschlossenen Bohrungen, die als Klappkonstruktion für einen einfachen Zugang ausgelegt sind.
Die einzigartige Schneckenkonstruktion basiert auf einer modularen Kombination und bietet zwei Verzahnungskonfigurationen: vollständig offen (längs und quer) sowie vollständig geschlossen zwischen den Schnecken.
Die Schnecken drehen sich in entgegengesetzte Richtungen nach außen (können je nach Material auch für eine gegenläufige Drehung nach innen ausgelegt werden) und erzeugen so einen Kalandereffekt, der eine schonende Scherung der Materialien bei niedriger Temperatur ermöglicht.
Durch den modularen Aufbau verbindet die Welle verschiedene Schneckenelemente (Förderelemente, Knetelemente, zahnförmige Elemente, Gegenstromelemente usw.) in Reihe, um Schmelz-, Intensivmisch- und Entlüftungsabschnitte zu bilden.
Vorteile
> Einsatz eines Doppelschneckenförderers zur Gewährleistung einer gleichmäßigen und stabilen Zuführung;
> Hohe Knetleistung für hervorragende Durchmischung, schonende Scherung und präzise Temperaturregelung.
> Kurzes L/D-Verhältnis für Materialwärmespeicherung und schonende Verarbeitung.
> Passt sich ohne Hardware-Änderungen an verschiedene Rezepturen an und ermöglicht einen schnellen Produktwechsel.
> Die geteilte Zylinderkonstruktion ermöglicht eine einfache Wartung mit kurzen Stillstandszeiten.
---