ÜbersichtDie Strahlmühlen von DP Pulverizer nutzen Hochgeschwindigkeits‑Gasstrahlen zur Erzeugung submikronischer bis ultrafeiner Pulver durch Partikel‑auf‑Partikel‑Kollisionen in einer Mahlzone ohne Mahlkörper. Das Design reduziert Wärmeentstehung und Kontamination, daher geeignet für wärmeempfindliche, abrasive und oxidationsempfindliche Werkstoffe. Systeme sind für Labor, Pilot und kontinuierliche Produktion lieferbar und können je nach Prozess und Sicherheitsanforderungen mit Luft, Stickstoff oder Dampf betrieben werden.
Hauptmerkmale und Prozessübersicht- Hochgeschwindigkeits‑Druckgas (Luft, Stickstoff, Dampf) wird durch konstruierte Düsen injiziert und beschleunigt Partikel auf nahe oder Überschallgeschwindigkeit.
- Partikel‑auf‑Partikel‑Kollisionen in einer glatten Mahlkammer sorgen für Größereduktion ohne mechanische Medien.
- Integrierter interner Luftklassierer oder größenselektive Austragung ermöglicht kontinuierliche Klassierung und enge Partikelgrößenverteilung.
- Niedrige Wärmeentwicklung durch Gasexpansion und kurze Verweilzeiten — geeignet für wärmeempfindliche Materialien und inertbetrieb.
Funktionsweise (Prozessschritte)- Schritt 1 – Materialzufuhr: Dosierte, geregelte Zuführung (Schneckenförderer, Drehschieber, Loss‑in‑Weight‑Feeder, Vakuum-/Druckluftförderung) gewährleistet stabile Durchsatzrate in die Mahlkammer.
- Schritt 2 – Partikelbeschleunigung: Düsen erzeugen turbulente Hochgeschwindigkeitsstrahlen, die Partikel mitreißen und beschleunigen.
- Schritt 3 – Partikel‑auf‑Partikel‑Kollisionen: Beschleunigte Partikel kollidieren mit hoher Energie und zerbrechen entlang natürlicher Schwachstellen zu kleineren Größen.
- Schritt 4 – Interne Klassierung: Ein aerodynamischer Innenklassierer trennt Feinanteile (mit dem Gasstrom abgetragen) von gröberen Partikeln, die zur Nachzerkleinerung zurückgeführt werden, und ermöglicht so präzise Steuerung des Cut‑Points und der Verteilung.
- Schritt 5 – Produktaustrag & Sammlung: Fertige Feinstäube werden in Zyklonen und Filtern (Beutel oder Patrone) abgeschieden und in Behälter entleert; Gas wird gereinigt, abgegeben oder rekirkuliert.
Vorteile- Erzielt ultrafeine/submikronische Partikelgrößen ohne Mahlkörper oder innere Schneideteile.
- Exzellente Temperaturkontrolle für wärmeempfindliche Produkte.
- Hohe Produktreinheit mit sehr geringem Kontaminationsrisiko.
- Enge und reproduzierbare Partikelgrößenverteilungen bei Einsatz interner Klassierung.
- Verarbeitbar für abrasive und harte Materialien mit reduziertem Verschleiß gegenüber Medienmühlen.
- Betrieb mit Inertgas für oxidationskritische oder explosionsgefährdete Werkstoffe möglich.
- Dauerbetrieb mit vorhersehbarer Skalierbarkeit von F&E bis zur Produktion.
Branchen & Anwendungen- Pharmazeutik (API‑Micronisierung, Bioverfügbarkeit verbessern)
- Nahrungsergänzungsmittel & Botanicals
- Lebensmittel & Getränke (Zucker, Stärke, Spezialzutaten)
- Kosmetik (Pigmente, Pulver)
- Chemie & Spezialchemie (Polymere, Pigmente, Katalysatoren)
- Luft‑ und Raumfahrt & technische Keramik (Keramikpulver, Verbundwerkstoffe)
- Batteriematerialien & Energiespeicher (ultrafeine Elektrodenpulver)
Broschüren & verfügbare Dokumente (Titel)- DP Jet Mills Brochure 2026
- DP Pulverizer General Brochure
- DP Mill Selection Guide
Systemintegration und Komponenten- Mahlkammer: optimierte Innengeometrie, Düsenanordnung, verschleißfeste Konstruktion.
- Gasinjektionsdüsen: steuern Mahlintensität über Druck und Volumenstrom.
- Druckluftversorgung: Kompressoren, Stickstofferzeugung oder Bulk‑Zuführung, Druckregelung und Sicherheitskomponenten.
- Interner Luftklassierer: kontinuierliche aerodynamische Klassierung zur präzisen Cut‑Point‑Kontrolle.
- Zufuhrsysteme: Schneckenförderer, Drehschieber, Loss‑in‑Weight‑Feeder, pneumatische Förderung für stabile Zufuhr.
- Produktsammlung: Zyklone, Beutel‑/Patronenfilter; Austragsventile und Behälter; Gasrezirkulation oder Abluftoptionen.
- Steuerung: PLC/HMI für Gasdruck/-durchfluss, Zufuhrrate, Klassierergeschwindigkeit, Temperatur‑ und Differenzdrucküberwachung.
- Sicherheit & Gehäuse: druckbeständige Bauweise, Explosionsdruckentlastung/-unterdrückung, GMP‑freundliche dichte Ausführungen, Inertgasbetrieb bei Bedarf.
Technische Daten / Spezifikationen- Typische Partikelgrößenfähigkeit: ≈1 μm bis 20 μm für ultrafeine Anwendungen; kontrollierbar bis ≈50 μm für Feinmahlung mit internem Klassierer.
- Betriebsprinzip: Fluidenergiebetrieb (Partikel‑auf‑Partikel‑Impact) ohne Mahlkörper in der Mahlzone.
- Gasoptionen: Luft, Stickstoff, Dampf (Auswahl beeinflusst Temperatursteuerung, Oxidationsrisiko und Sicherheit).
- Klassifizierungsmethode: interner Luftklassierer für enge Partikelgrößenverteilung und Dauerbetrieb.
- Zufuhroptionen: Schneckenförderer, Drehschieber, Loss‑in‑Weight, pneumatische/vakuumförderung.
- Produktsammlung: Zyklone, Beutel-/Patronenfilter; Gasrezirkulation oder Abluft je nach Auslegung.
- Betriebsmodus: kontinuierlich, skalierbar von Labor/Pilot zur Produktion; geeignet für schlüsselfertige Integration (Zuführung, Mahlen, Klassierung, Staubkontrolle, PLC/HMI).
- Sicherheitsmerkmale: Inertgasfähigkeit, dichte Abtrennung für GMP‑Umgebungen, druckbeständige Gehäuse und Explosionsschutz nach Bedarf.
- Geeignete Materialien: APIs, Nutraceuticals, Zucker, Pigmente, Spezialchemikalien, keramische/mineralische Pulver, Batteriematerialien und weitere hochwertige Pulver.
- Typischer Einsatzfall: Endbearbeitung / Mikronisierung in einer integrierten Pulververarbeitungslinie.