Die Sauerstoff-Optoden von Aanderaa waren die ersten, die über Jahre hinweg gelösten Sauerstoff ohne Drift messen konnten – jetzt sind sie noch stabiler! Im Folgenden erfahren Sie mehr über das Funktionsprinzip der Sauerstoff-Optode.
Da Sauerstoff an den meisten biologischen und chemischen Prozessen in aquatischen Umgebungen beteiligt ist, ist er ein entscheidender Messparameter. Sauerstoff kann zudem als Tracer in ozeanografischen Studien eingesetzt werden. Aanderaa revolutionierte die ozeanografische Sauerstoffüberwachung und -forschung mit der Einführung des Sauerstoffsensors im Jahr 2002. Die Anwendungsbereiche reichen von flachen Bächen bis zu den tiefsten Gräben, von tropischen bis hin zu Messungen im Eis und im Sediment. Bislang wurden mehr als 200 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, in denen diese Optoden zum Einsatz kamen, darunter auch Veröffentlichungen zum Funktionsprinzip des Sauerstoffsensors. Der Sauerstoffsensor ist für die Messung der absoluten Sauerstoffkonzentration und der prozentualen Sättigung ausgelegt. Der Sensor kann von Fließgewässern bis zur Tiefsee, von Fischzuchtanlagen bis zu Abwasser sowie von polaren Eisgebieten bis zu hydrothermalen Quellen eingesetzt werden.
Diese Sensoren basieren auf der Fähigkeit ausgewählter Substanzen, als dynamische Fluoreszenzlöscher zu wirken. Der Fluoreszenzindikator ist ein spezieller Platinporphyrin-Komplex, der in eine gasdurchlässige Folie eingebettet ist, die dem umgebenden Wasser ausgesetzt ist. Diese Sensorfolie ist an einem Glasfenster befestigt, das den optischen Zugang zum Messsystem aus dem Inneren eines wasserdichten Gehäuses ermöglicht. Die Sensorfolie wird durch moduliertes blaues Licht angeregt; der Sensor misst die Phase des zurückgestrahlten roten Lichts. Zur Verbesserung der Stabilität führt der Sensor zusätzlich eine Referenzphasenmessung unter Verwendung einer roten LED durch, die in der Folie keine Fluoreszenz erzeugt.
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